Neulich Einsatz beim Kunden. Fehlerbeschreibung: "Das Internet geht nicht."

Okay, also schon einmal gedanklich Modemaustausch in Betracht gezogen und auch vorsorglich eigenen Rechner mit analogem Modem mitgenommen.

Bin dort, Kunde schaltet den Rechner ein, Windows 98 (*grusel*) startet auch einwandfrei. DFÜ-Verbindung wird hergestellt (per Impulswahl - hab ich schon ewig nicht mehr gehört) und der Rechner bekommt auch ne passende IP-Adresse. Und google reagierte auch auf Ping-Pakete.

Ich sage so: Sie haben doch Internet.

Haha! Er startet den Internet Explorer 5.0 und ruft die Seite web.de auf. Die Seite beginnt zu laden und er kündigt an: "Jetzt kommt gleich ein Fenster und dann bricht das Internet zusammen."

Und wirklich, die Eingabefelder für Login und Passwort sind schon zu sehen und plötzlich erscheint das beschriebene Fenster.

"Skriptfehler auf dieser Seite. Sollen Skripte weiter ausgeführt werden?"

Unabhängig von der Antwort ist die web.de Seite nicht benutzbar.

Die Lösung des Problems war recht einfach. Firefox 2 installiert und das Internet geht wieder.

Überflüssig zu erwähnen, dass auf dem Rechner weder Anti-Viren-Programm noch Firewall installiert sind.



Nebenbei erwähnte er noch einen Aldi-PC, der nicht mehr startete und daher in den Keller verbannt wurde (weil man Aldi-PCs ja nicht reparieren, sondern nur zu Aldi zurücktragen kann). Ich frage noch so: "Laufen denn die Lüfter noch, wenn man das Gerät einschaltet?" Antwort: "Ja, das geht alles noch."

Komisch. Als ich den PC dann bei mir in der Werkstatt auf dem Tisch hatte, bewegte sich da gar nichts mehr. Am Arbeitsspeicher kann es zumindest nicht liegen, ist ja keiner mehr drin.

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